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Tipps für sauberes Trinkwasser

Wenig Aufwand, große Wirkung: Mit wenigen, kleinen Maßnahmen im Alltag haben Legionellen kaum eine Chance und Ihr Trinkwasser bleibt sauber.

 

Um einem Legionellenbefall vorzubeugen, ist es wichtig, dass jeder Wasserhahn in Ihrer Wohnung ausreichend benutzt wird. Dafür muss jeder Wasserhahn innerhalb von 72 Stunden (besser täglich) für mindestens zwei Minuten geöffnet werden und das Wasser sollte sowohl warm als auch kalt laufen.

 

Sie haben einen längeren Aufenthalt geplant, zum Beispiel Urlaub, eine Dienstreise oder ein Krankenhausaufenthalt steht an? Dann beachten Sie: Um die Legionellenbildung während längerer Abwesenheiten zu verhindern, ist es wichtig, die Wohnung vom Haussystem zu trennen und die Leitungen zu entleeren. Dadurch wird zum einen verhindert, dass sich Legionellen in warmem, stehendem Restwasser bilden. Zum anderen wird verhindert, dass Legionellen durch das stehende Wasser zurück in das System gelangen. Mit diesen Maßnahmen kann ein Legionellenbefall bei längerer Abwesenheit schnell und effektiv verhindert werden:

 

Dauer Abwesenheit

bis 3 Tage

ab 3 Tage

Maßnahme vor Verlassen der Wohnung

Keine

Hauptabsperrung schließen (bei der Wasseruhr)

 

Leitungen durch das Öffnen des Wasserhahnes (warm und kalt) entleeren.

 

Warten, bis kein Wasser mehr kommt.

 

Wasserhahn wieder schließen.

 

Alternativ: alle 3 Tage 2 Minuten jeden Wasserhahn (kalt und warm) durch Dritte spülen lassen.

Nach Rückkehr in die Wohnung

Stagnationswasser ablaufen lassen

 

mind. 2 Min

Wohnungsabsperrung öffnen.

 

Wasser (warm und kalt) mind. 3 Min. laufen lassen.

 

 

Häufige Fragen zum Thema Legionellen

Was sind Legionellen und wie vermehren sie sich?

 

Legionellen sind Stäbchenbakterien, die in geringer Konzentration natürlicherweise im Wasser vorkommen können. Sie sind weltweit verbreitete Umweltkeime, die in geringer Anzahl ein natürlicher Bestandteil von Grundwasser und Oberflächengewässern sind. Daher können auch in unserem Trinkwasser kleinere Mengen Legionellen vorkommen. In warmem Wasser (25 – 45 °C) können sie sich stark vermehren. Zusätzlich begünstigt stagnierendes Wasser das Wachstum, wie beispielsweise selten genutzte Wasserleitungen an Waschbecken oder Duschen/Badewannen. Bei Wassertemperaturen ab 60 °C sterben sie ab.

 

Sind Legionellen gefährlich?

 

Nicht jeder Kontakt mit legionellenhaltigem Wasser führt zu einer Gesundheitsgefährdung. Erst das Einatmen bakterienhaltigen Wasserdampfes kann zur Infektion führen. Ein besonders hohes Risiko für eine Infektion besteht für ältere Menschen und Personen mit einem geschwächten Immunsystem oder chronischen Erkrankungen. Das Trinken von legionellenhaltigem Wasser stellt keine Gesundheitsgefahr dar.

 

Wie läuft eine Legionellenuntersuchung ab?

 

Wir von der HANSA sind dazu verpflichtet, Warmwasseranlagen mit zentraler Warmwasserbereitung regelmäßig auf Legionellen zu untersuchen. Dafür werden im Gebäude werden an mehreren Stellen Wasserproben genommen. Dies kann auch einzelne Wohnungen betreffen. Die Proben dürfen nur von einem zugelassenen Unternehmen genommen und von einem zugelassenen Labor untersucht werden.
Mieter*innen, in deren Wohnungen Proben entnommen werden müssen, werden von uns rechtzeitig informiert. Wir bitten Sie, die Wohnung an diesem Termin zugänglich zu machen. Dies ist sehr wichtig, weil alle Proben gleichzeitig genommen werden müssen. 
 

Welche Grenzwerte gibt es bei Legionellen?

 

Der Wert von Legionellen wird in kolonienbildenden Einheiten (KBE) gemessen.

 

Kategorie

Anzahl Legionellen/100 ml

Geringe Konzentration

bis 100

Mittlere Konzentration100 – 1.000
Hohe Kontamination1.001 – 10.000
Extrem hohe Kontaminationüber 10.000

                                                                                                                                       

Welche Maßnahmen sind bei einer Überschreitung zu tun?

 

Geringe Konzentrationen von Legionellen kommen natürlicherweise im Wasser vor und sind unbedenklich. Bis zu 100 KBE pro 100 ml Wasser sind gar keine Maßnahmen notwendig. Wenn der Wert höher als 100 KBE/100 ml ist, muss das Gesundheitsamt informiert werden. Zudem müssen Maßnahmen eingeleitet werden, um den Wert wieder zu senken, zum Beispiel eine thermische Desinfektion. Bei einer extrem hohen Kontamination können Nutzungseinschränkungen durch das Gesundheitsamt angeordnet werden, z. B. Duschverbote oder der Einbau von Filtern an den Armaturen.

 


Sie haben weitere Fragen?

Sollten Sie Fragen zum Thema Legionellen oder sauberes Trinkwasser haben, wenden Sie sich gerne an Herrn Kevin Fellner 040 69201-278 oder Herrn Florian Zürcher 040 69201-289 von unserem HANSA Regiebetrieb Haustechnik. Gerne können Sie uns Ihre Fragen auch per E-Mail an trinkwasser@hansa-wohnen.de schicken.


Vielen Dank für Ihre Unterstützung!